Dritte Klingel

Hier ist jetzt wieder offen.
Ich habe auch mehrmals versucht, aus diesem Anlass etwas Sinnvolles zu schreiben, es hat aber nicht funktioniert. Vielleicht blogt es sich ja doch am besten hinter geschlossenem Vorhang[1], oder es liegt an den Zeiten im Allgemeinen; was am Ende stehen blieb, war jedenfalls immer nur so was wie:

„Könnte man,[2] aber gleichzeitig möchte man dann rufen: Liest hier am Ende jemand mit? Unterlassen Sie das bitte, wirklich! Lesen Sie doch nicht dieses banale, unwichtige Zeug, lesen Sie um Himmels Willen stattdessen das!“

Immerhin, soweit war das richtig.

 
 
 

[1]Man könnte hier höchstens noch eine schlechte Analogie bemühen und behaupten, hinter geschlossenen Vorhängen aller Art kümmere es sich eben einfach besser um den eigenen unwichtigen Kleinkram, das sei sehr bequem so; das stimmt allerdings gar nicht wirklich, hinter dem Vorhang (jedenfalls wenn er mehr draußen halten soll als nur müßige Blicke von Nachbarn und Flaneuren oder die DSGVO) muss sich auf die ein oder andere Weise erst recht immerzu um die Welt außerhalb gekümmert werden, schon durch das ständige Zuhaltenmüssen des Vorhangs selbst, der, anders als so ein Blog-Vorhang, grundsätzlich auch sehr schnell jedwede Gemütlichkeit nach innen verliert, und tatsächlich finde ich es dieser Tage schon bemerkenswert ungemütlich hier drinnen – also in diesem Land, nicht in diesem Blog, das war schon in Ordnung derweil mal –, seit man überall irgendwas vor dem schlimmen Außen und Anders vorziehen, runterlassen, schließen und zuziehen möchte; es wäre, wie gesagt, eine wirklich schlechte und bemühte Analogie.

[2]D.h., könnte man schreiben. Es wäre zuvor um weitere Theresienwiesenblumen und die verschiedenen Geräusche von Gänsen gegangen.

 

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